
In der Krise benötigen wir reales, praktisches Wissen und keine angelesenen Theorien.
Deutschlands Strukturkrise, Weckruf für Deutschland 2026, Rückkehr zum Realismus

Wer blickt hier noch hinter die Fassade?
Seit mehr als zwei Jahren befindet sich Deutschland in einer strukturellen Krise.Teils in den Unternehmen durch das Ignorieren von Transformationssignalen selbst verschuldet, teils durch eine Politik, die Warnsignale der Wirtschaft systematisch überhört und ideologische Ziele über ökonomische Vernunft stellt.
Die Konsequenzen sind messbar:
- Die Logistikbranche klagt über ruinöse Kostenstrukturen und geringere Auslastung.
- Die Regale in den Supermärkten sind zwar nicht leer, aber doch irgendwie auf andere Art geordnet.
- Die Insolvenzzahlen erreichen Höchststände und Abwanderung der Großindustrie und vieler kleiner KMUs: Die schleichende Deindustrialisierung ist kein Gespinst mehr.
- Die BaFin warnt aktuell vor einer wachsenden Verwundbarkeit des Finanzsystems.
Die Kreditrisiken steigen massiv an – ein deutliches Zeichen dafür, dass die Substanz der Unternehmen aufgezehrt ist. Das Finanzsystem wird instabil, genau in dem Moment, in dem wir Stabilität am dringendsten bräuchten. - Parallel dazu spitzt sich die energetische Lage wieder zu: Anfang Februar 2026 sind die Gasspeicher auf unter 27 % gefallen. Die Importabhängigkeit wächst gefährlich,
doch das Wirtschaftsministerium wiegt die Öffentlichkeit in Sicherheit und verweist lapidar auf die milden Temperaturen. Diese Ignoranz gegenüber physischen Realitäten
ist bezeichnend für die aktuelle politische Führung.
- Zur inneren Ablenkung werden Feindbilder aufgebaut, ob es nun Russland, China oder die USA sind, um von hausgemachten strukturellen Defiziten und unbequemen politischen Fragen
abzulenken.
- Die Energiekosten bleiben – trotz gegenteiliger Beteuerungen aus Berlin – im internationalen Vergleich auf einem wettbewerbsfeindlichen Rekordniveau.
- Die Arbeitslosenzahlen steigen aufgrund des wirtschaftlichen Abschwungs, der Unternehmensstillegungen und des KI-Hypes kontinuierlich.
- Das Land blutet aus: Wir erleben eine Abwanderungswelle von Leistungsträgern. Gut ausgebildete Ingenieure, Ärzte und Unternehmer "stimmen mit den Füßen ab", weil die Korrelation
zwischen Steuerlast und staatlicher Gegenleistung nicht mehr stimmt.
- Der Dauerbrenner Bürokratieabbau wird rituell versprochen, doch in der Realität bläht sich der Regulierungsapparat immer weiter auf.
In Deutschland verbleibende Unternehmen müssen den Gürtel enger schnallen, um diese Talsohle durchschreiten zu können.
Glauben sie.
Ist jedoch die Hoffnung auf eine schnelle "Talsohle" berechtigt?
- Können die Energiepreise plötzlich fallen, nur weil die Politik es will?
- Können bürokratische Monster gebändigt werden, ohne dass das Brüsseler Gefüge wankt?
- Kommen die Investoren und Fachkräfte auf Knopfdruck zurück, wenn sie sich im Ausland erst einmal eine neue Existenz aufgebaut haben?
- Ein Chemie- oder Stahlkonzern, der Milliarden in den USA oder China investiert hat, kehrt nicht wegen einer neuen Regierung zurück.
Das Vertrauen in den Standort Deutschland als verlässlichen Partner ist nachhaltig erschüttert. - Hinzu kommt das Fundament: unser Bildungssystem. Laut aktuellen PISA-Ergebnissen ist Deutschland auf einem historischen Tiefstand.
Auch wenn wir heute das Ruder herumreißen, dauert es rein rechnerisch 20 bis 30 Jahre, bis eine neue Generation von Fachkräften den Markt erreicht. - Wer finanziert in dieser Zeit das Sozialsystem, wenn die zahlungskräftigen Konsumenten und das produzierende Gewerbe wegbrechen?
Das Management-Versagen und der Dunning-Kruger-Effekt
In den Unternehmen selbst beobachten wir paradoxe Entscheidungen. Auf LinkedIn, Xing und in der Presse liest man, dass gut ausgebildete und bereits krisenerfahrene Mitarbeiter über 50, keine neue Anstellung finden. Auch Manager, die so manches Unternehmen durch stürmische Zeiten geleitet und noch "echt" erlebt haben, werden aussortiert.In der IT-Branche werden erfahrene Entwickler, die auf strukturelle Fehler hinweisen, durch zwei bis drei junge, "pflegeleichte" Absolventen ersetzt. Die Zahlen auf dem Papier sehen erst einmal toll aus, Kosten gesenkt, Anzahl der Mitarbeiter im Bereich erhöht. Die Brust des Managers stolz erhoben, sein Ansehen und seine Macht wachsen. Störenfriede und Besserwisser wurden vergrault. In der Realität führt das aber faktisch zum Verlust von Systemwissen.
In einer Zeit des wirtschaftlichen Booms hat ein Unternehmen diesen verkraften können, jetzt wird es jedoch zur Belastungsprobe.
Hier schreit uns das Peter-Prinzip entgegen: Ein mittleres Management, das sich durch Anpassungsfähigkeit statt durch Fachkenntnis nach oben gedient hat, verwaltet den Niedergang. Warnsignale werden gefiltert, um das eigene Standing nicht zu gefährden. Erfahrene Mitarbeiter sind dort unerwünscht, weil sie sehen könnten, was keiner sehen darf: die Inkompetenz der Führung.
Gleichzeitig wirkt die nächste Generation der Unternehmensinhaber, die Kinder oder Enkelkinder der Unternehmensgründer, oft wie das Kaninchen vor der Schlange.
Auf Elite-Unis ausgebildet, fehlt ihnen oft die Resilienz für echte Krisen.
Star-Berater liefern Hochglanzfolien als Beruhigungspille, lassen den Unternehmer bei der harten Umsetzung aber allein.
Selbst wenn gute Vorschläge kommen, mit der Umsetzung bleibt der Unternehmer in der Regel allein. Diese Verantwortung will wohlweislich keine der Star-Berater die nur akademisch-theoretische Weisheiten von sich geben, übernehmen.
Ist das Bild zu düster?
Ich bin Ingenieur und seit 1990 Unternehmer. Ich habe mein Unternehmen noch in der DDR gegründet, ich habe den plötzlichen Mauerfall erlebt, den Untergang der Ostmark, die Aufgabe der D-Mark, den künstlichen EURO ertragen, habe eine Planwirtschaft gegen die soziale Marktwirtschaft eingetauscht und operiere mit meinem Ingenieurbüro und Unternehmensberatung 4WT seit 2013 für deutsche Unternehmen aus einer Monarchie in Bangkok.Alle meine Sensoren signalisieren: Alarmstufe Rot. Deutschland ist wie ein voll beladener Containerfrachter. Auch wenn man jetzt das Ruder voll einschlägt, verhindern die Gesetze der wirtschaftlichen Massenträgheit eine schnelle Kursänderung. Es reicht nicht, an ein paar Schrauben der Motorsteuerung zu drehen. Wir benötigen ein neues Triebwerk.
Hören Sie auf, an unwichtigen Schräubchen zu drehen. Halten Sie Ausschau nach Erfahrung – nach Menschen, die bereits bewiesen haben, dass sie Krisen nicht nur verwalten, sondern durchschreiten können.
Lassen Sie uns konkret über Ihr Vorhaben sprechen.
Kein Pitch.
Keine Verpflichtung.
Keine Vertriebsrhetorik
Nur 15 Minuten zur Einordnung Ihres Themas.
📞 +49 30 8687094010
✉️ uwe.richter@it-e-com.de
Manchmal reicht ein einziges Gespräch, um teure Fehler zu vermeiden.
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